Donnerstag, 2. Juli 2009

"Fliegende Koffer" von Annegret Held

Annette arbeitet im Sicherheitsbereich eines großen Flughafens. Wechselnde Arbeitszeiten mit langen Nachtschichten dominieren ein Leben, das sich an der Nähe zu den Passagieren schadlos hält. Annette und ihre Kollegen erfahren die Welt durch das Abtasten von Körpern, den Blick in Koffer und die Augen der Reisenden. Und immer wieder weicht die spontane Vertrautheit mit den Passagieren einer Paranoia, die sich aus der Angst vor dem Terror und dem einen Koffer speist, den es zu finden gilt. Tag für Tag, Nacht für Nacht. In einer dieser Nächte begegnet Annette zu ihrem Schrecken auch Simon, ihrer ehemals großen Liebe, der jetzt in hoher Position bei der Bundespolizei ist und damit einer ihrer Vorgesetzten.

Ein wirklich charmantes, ehrliches und unterhaltsames Buch aus dem Leben. Keine einfache Unterhaltungslektüre, denn hier gibt es eine faszinierende Bildsprache und tolle Metaphern. "Fliegende Koffer" ist ein nicht alltägliches Alltagsbuch. Eine klare Lese-Empfehlung an alle Freunde von Doris Dörrie und Co.!

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